





Bei Glattleder ist die Fünf-Minuten-Routine ideal: trocken abwischen, sparsam pflegen, kurz polieren. Kanten und Griffe verdienen zusätzliche Sorgfalt, weil dort mechanische Belastung hoch ist. Ein neutraler Balsam stabilisiert den Glanz, ein Hauch Wachs verbessert Abriebfestigkeit. Achte auf gleichmäßige Verteilung, damit keine wolkigen Zonen entstehen. Einmal pro Woche reicht oft, bei stark genutzten Stücken lieber zwei kurze Runden statt einer langen.
Nubuk und Wildleder niemals mit fettigen Pflegebalsamen behandeln. Nutze eine Kreppbürste oder Gummibürste, um die Faser aufzurichten und leichte Verschattungen auszugleichen. Ein spezielles Imprägnierspray schützt vor Nässe und Schmutz, ohne den charakteristischen Griff zu verlieren. Flecken tupfen, nicht reiben. Glättende Rituale ersetzen hier bürstende, luftige Bewegungen. Ein paar sanfte Züge reichen, um die Oberfläche frisch und gleichmäßig erscheinen zu lassen.
Bei gefärbten oder anilinigen Oberflächen ist das Risiko von Rändern höher. Teste Produkte auf einer verdeckten Stelle und wähle stets farblose Pflege. Trage besonders dünn auf und poliere sofort, um Unterschiede zu vermeiden. Bei starken Farbabrieben helfen spezielle Farbcremes, die du ebenfalls dünn und gleichmäßig einarbeitest. Ziel ist nicht Neulack, sondern ein harmonisiertes Gesamtbild, das würdevoll altert und weiterhin authentisch wirkt.
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